Plattform 'Soul-Support'

Beiträge rund um die aktuelle Situation:

 

 

21.07.2020 17:25

Corona und die Seele

Langsam aber doch wird breitflächig darüber berichtet, wie sehr Corona und Lockdown "unsere Seelen taumeln" lassen.

  • Depressionen
  • Ängste
  • Einsamkeit

Die Nebenwirkungen der Pandemie ....

Diesen sehr gut geschriebenen Artikel möchte ich allen empfehlen: epaper.profil.at/titles/profil/12178/publications/196/pages/42 

03.07.2020 07:23

Es wird zu einer psychischen Pandemie kommen

Jeder vierte Erwachsene und jedes dritte Kind sei von einer posttraumatischen Belastungsstörung betroffen, erklärte der Kinder- und Jugendpsychiater Christian Kienbacher am Dienstag:

„Es wird zu einer psychischen Pandemie kommen!“ Mit diesem Satz bezog sich Kienbacher darauf, dass gewisse psychische Folgen der Corona-Pandemie „erst in den nächsten Wochen“ bei Kindern sichtbar werden. Nachsatz: „Dann aber mit aller Härte.“ Den ganzen, mit neuen Erkenntnissen gespickten, spannenden Artikel in "Die Presse" lesen Sie hier.

Anmerkung: Sollte uns "Corona" noch länger erhalten bleiben sollte ein/e erfahrene/r Public-Health-ExpertIn an die Spitze des ExpertInnenteams.

 

10.06.2020 08:35

Jugendliche - doppelt betroffen

Jugendliche sind von den Folgen des Corona-Lockdowns doppelt betroffen:

  • psychische Probleme stark im Steigen
  • Arbeitslosigkeit verdoppelt sich

Ein Artikel im ORF schildert die steigenden Anfragen beim Hilfetelefon "Rat auf Draht":

„Wir beobachten eine besorgniserregende Entwicklung. Fragen zur psychischen und physischen Gesundheit sind im Themen-Ranking sehr weit oben, während klassische Teenager-Sorgen wie die erste Liebe, Streit mit Freunden oder Taschengeld zusehends in den Hintergrund rücken“ (Birgit Satke, Leiterin von „Rat auf Draht“)

a) keine Visionen, b) keine Beschäftigung und in vielen Fällen c) Probleme bei der Integration ist der Mix, aus dem Frustration, Depression und Aggression wächst.

Wenn wir uns als Gesellschaft den Jugendlichen nicht tatkräftig, kreativ und umfassend zuwenden haben nicht nur die Jugendlichen zunehmend Probleme, die gesamte Gesellschaft wird davon betroffen sein.

27.05.2020 12:14

Nur ich, allein (... kann tödlich sein)

Die Pandemie zwingt viele Menschen in Isolation und Einsamkeit, Und diese sind ansteckend, machen krank - und können sogar töten.

Dies ist die Einleitung zu einem sehr guten Artikel im Magazin Spiegel.

Hinzufügen möchte ich, wieder einmal: Dies alles war prinzipiell bekanntes Wissen. Und hätte bei der Abwägung der Maßnahmen, die ALLE Menschen einer Gesellschaft betrifft, auch berücksichtigt werden müssen.

Wer hätte dieses Wissen gehabt, wer hätte diese "Hubschrauberperspektive" einnehmen können: Die Public-Health-ExpertIn. Es war ein schwerwiegendes systemisches Versäumnis, den VirologInnen den "Vorsitz" zu lassen. Verständlich, weil in der Stresssituation der ersten Welle auf die Profession zurückgegriffen wurde, die "am nächsten" der Problematik war.

Aber bereits nach einer "Schrecksekunde" (nach wenigen Tagen) hätte die Public-Health-ExpertIn an die Spitze des ExpertInnenteams gehört. Zumindest aber hätte sie/er wichtiger Teil des Teams sein müssen.

24.05.2020 17:42

20.000 zusätzliche Psychotherapie-Plätze für psychisch kranke Menschen

"Das ist sicherlich eine Initiative in die richtige Richtung. Unser Ziel wäre, überhaupt Kontingente aufzuheben", reagierte Peter Stippl, Präsident des Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP)

Genau so ist es. Die Wirksamkeit von Psychotherapie ist evaluiert. Gerade Ängste und Unsicherheiten, die durch die Quarantäne-Maßnahmen ausgelöst wurden sind auf längere Sicht betrachtet mit psychotherapeutischer Unterstützung besser lösbar als durch die Einnahme von Medikamenten.

Weniger Krankenstandstage und die Einsparung hoher Kosten durch Leistungen wie Frühpension finanzieren diese Maßnahme mit.

Das Wichtigste jedoch: Jeder seelisch gesunde Mensch ist ein Teil einer gesunden Gesellschaft.

Den Artikel auf www.kleinezeitung.at finden Sie hier.

17.05.2020 10:04

Kinder in der Corona-Krise: Verletzungen wie bei Autounfällen

  • Für VirologInnen kein Faktor in der Strategieentwicklung
  • Für Public-Health-ExpertInnen sehr wohl.

 

Es geht ans Aufarbeiten: Was können wir aus den letzten 2,5 Monaten lernen? Betrifft eine Strategieentwicklung alle Menschen einer Gesellschaft, so gehört an die Spitze eine/r, der/die alle Aspekte einschätzen kann.

  • Aggression (und somit Gewalt, Verletzung bis hin zum Tod) und
  • Depression (und somit seelisches Leid, Selbstverletzung, ebenfalls bis hin zum Tod).

 

Die Auswirkungen von Aggression und Depression sind nicht die Kollateralschäden einer notwendigen Quarantäne- und Schulschließungsstrategie. Psychische und körperliche Folgen sollten gleichberechtigt als Auswirkungen einer geplanten Maßnahme beachtet werden.

16.05.2020 13:25

Sprache löst Panik aus! Cui bono?

"… Corona-Verlauf ähnlich der spanischen Grippe" …. "zweite Welle erwartet" …. "tödlicher als die Erste" … eben von einem Topvirologen gehört.

Sorge oder Panik, das ist ein großer Unterschied. Bin ich in Sorge, so bin ich wachsam und bleibe handlungsfähig. Bin ich in Panik, so reagiere ich planlos und eingeschränkt (Tunnelblick). Die Sprache, die die letzten Monate genutzt wird versetzt eher in Panik als in Sorge. Sind PolitikerInnen und VirologInnen nie in Kommunikationsseminaren gesessen? Oder eben doch? Und haben sie dort gelernt, wenn sie uns alle in Panik versetzten, sind wir besser leitbar?

Menschen in Sorge machen sich Gedanken und haben eher die Möglichkeit, Vorgaben auf Übernahme ins eigene Handeln hin zu überprüfen.

Menschen in Panik lassen sich jedoch besser führen. Das kann bis zur Manipulation gehen. Die Geschichte zeigt den schmalen Grad.

Es wäre uns allen zumutbar, uns dahingehend zu leiten, dass wir "gut auf uns schauen", "uns sowohl um uns als auch um einander sorgen", "lernen, mit den Gefahren des Virus besser umzugehen".

Ich bin geneigt zu vermuten, man will uns bewusst in Panik versetzen.

cui bono, wem nützt es?

PS.: Es darf sich niemand wundern, wenn Verschwörungstheorien auftauchen, die uns die schlimmsten Szenarien vor Augen führen. Es gibt einige Ansätze, die sind leider sehr nah an einer möglichen Realität. Und da gerate ich mehr in Panik als durch Corona.

08.05.2020 13:21

Wunsch ans Universum

Immer mehr Artikel - zuletzt ein sehr guter auf profil.at - berichten von den Schäden, die die Quarantäne-Maßnahmen an Seelen anrichten.

Das ist abrufbares Wissen. Daher hätte bereits in der Planungsphase der Quarantänemaßnahmen ein/e Public-Health-ExpertIn den wichtigen Stellenwert im BeraterInnenteam bekommen müssen.

So sehr ich mich über die wichtigen und guten Presseartikel auch freue, diese erwecken den Eindruck "der neuen Erkenntnis".

Wenn jedoch die aktuell wichtigsten Regierungsämter in der Regierung mit Studienabbrechern und Volksschullehrern besetzt sind, muss allen klar sein, dass "die Götter in Weiß" (in diesem Fall die VirologInnen) zu den ENTSCHEIDENDEN Professionen gemacht werden.

So engagiert der aktuelle Gesundheitsminister auch ist, es hätte diesem Amt in dieser Krise gut getan, wenn ein/e ganzheitlich agierende/r Mediziner/In an der Spitze stünde.

Für ein Gesundheitsministerium ja kein ungewöhnlicher Wunsch, oder?

Wunsch ans Universum: Könnten bitte an den entscheidenden Stellen Personen mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung sitzen?

Florian Schultheiss 

06.05.2020 09:39

CoV-Krise verschärft psychische Probleme

Ein sehr gute Artikel -  https://noe.orf.at/stories/3047223/ -  präsentiert eine aktuelle Studie der Donau-Uni Krems.

Auszüge aus der Studie:

„Besonders belastend ist die aktuelle Situation für Erwachsene unter 35 Jahren, Frauen, Singles und Menschen ohne Arbeit, während Menschen über 65 Jahre deutlich weniger belastet sind.“

„Es ist nun wichtig, dass rasch psychische Hilfsangebote gesetzt werden“, forderte Studienautor Christoph Pieh. „Gerade in Hinblick auf die besonders belasteten Personengruppen bedarf es weitere, kurzfristig verfügbare und speziell auf die aktuelle Situation angepasste Maßnahmen, wie Kriseninterventionen, Kurzzeittherapien oder Psychotherapie per Telefon oder Internet.“

Den ganzen Artikel lesen Sie auf orf.at:  noe.orf.at/stories/3047223/  

Die Studienzusammenfassung lesen Sie auf der Website der Donau-Universität Krems: www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2020/deutlicher-anstieg-an-psychischen-symptomen0.html

 

28.04.2020 09:40

Ein gesundes Immunsystem ist der beste Schutz!

Spannendes Statement aus Hannover von Dr. med. Cordula Bruch (Biodanza®-Leiterin, -Supervisorin und -Ausbilderin)

Die Gefährlichkeit von Covid 19 wird geringgradig überschätzt. Die Zahlen sind wahr, aber es gibt auch immer mehr Personen, die gesund werden.

Es ist normal, dass Menschen sterben – insbesondere alte Menschen – und alle Covid-Toten haben Vorerkrankungen.

Und: Ängste fressen Seelen auf. Die Selbstmord-Rate steigt, die Zahl von obdachlosen Jugendlichen in Berlin steigt ebenfalls an.

Wir, die wir Biodanza haben, haben viele Möglichkeiten, Isolation macht keinen Sinn.

Die beste Medizin gegen Viren ist unser Immunsystem.
Und dieses stärkt sich durch den Kontakt.
Reichen wir uns also wieder die Hände!

 

Das Video ist wieder online :-)

(Dieses Video wurde leider von YouTube entfernt, weil es gegen die Richtlinien verstößt. Den Inhalt können Sie - stark verkürzt - links im Textfeld lesen.

Florian Schultheiss)

25.04.2020 17:22

Vermehrt Suizidversuche seit "Corona"

Es ist nachvollziehbar, dass belastete Menschen in den aktuellen Krisenzeiten vermehrt in Situationen geraten, aus denen es vermeintlich keinen Ausweg gibt.

Ich habe mehrere Artikel gelesen, die darüber schreiben, dass mit einer Erhöhung Anzahl der Suizide und Suizidversuche gerechnet werden muss.

Von einem Rettungssanitäter erfuhr ich, dass derzeit verstärkt Einsätze gefahren werden, weil Menschen Panikattacken erleiden beziehungsweise versuchen, sich das Leben zu nehmen.

Von einer Praxisbetreiberin erfuhr ich eben, dass sich eine Klientin das Leben nehmen wollte.

 

Augenblickliche Handlungsnotwendigkeit: Bei allen Abwägungen, welche Quarantäne-Maßnahmen welche Folgewirkungen haben, muss die immense seelische Belastung berücksichtigt werden.

In den Medien werden meistens Familien in Quarantäne interviewt, bei denen ein gesichertes Umfeld erkennbar ist. Also große Wohnungen, oft auch ein Haus mit Garten, die Eltern in abgesicherten beruflichen Verhältnissen und Jugendliche mit eigenen, großen Zimmern.

Niemals medial sichtbar sind aber die sehr realen, vielen kleinen Wohnungen, in denen 3 Generationen leben und kein Zugang zu Bildung und gesicherter Arbeit vorhanden ist.

Langfristige Strategien: Ausweitung der Psychotherapie und Aufnahme der psychologischen Therapie (klinisch-psychologische Behandlung) als Kassenleistung.

 

Das ExpertInnenteam, welches über die weiteren Quarantäne-Schritte entscheidet, benötigt dringend eine/n erfahrenen Public-Health Experten/Expertin.

Florian Schultheiss

 

21.04.2020 08:23

Kein Ansteigen der häuslichen Gewalt?

Kein Ansteigen der häuslichen Gewalt?

Gestern hieß es in der ZIB 1: "Es ist kein Ansteigen der häuslichen Gewalt erkennbar."

Wie weit bitte muss man sich wegdrehen können, um -- ohne rot zu werden -- zu dieser Aussage gelangen zu können?

Gut so: Es gibt erste positive Erkenntnisse, dass die Corona-Krise für die Psychen vieler Menschen eine massive Überforderung darstellt. Und es gibt auch schon erste konstruktive Schritte, um die Betroffenen psychotherapeutisch zu begleiten.

Bitte hinsehen: Vielen misshandelten Frauen* ist es in der Enge der Corona-Quarantäne nicht einmal möglich, Hilfe zu holen, in eine Beratungsstelle zu gehen oder wenigstens zu telefonieren. Rein statistisch gesehen gibt es diese Misshandlungen also nicht, weil die Evaluation einen Parameter für die Zählweise erfordert.

Auf welcher Basis wurde die gestrige Aussage also dann getätigt?

Ich wünsche mir, dass dem Thema "häusliche Gewalt" offener und mutiger ins - oft blaue - Auge geblickt wird.

Florian Schultheiss

* Und wie ich von den PraxisbetreiberInnen erfahre, sind etwa 10% der Betroffenen männlich. Ungeachtet dessen hat die Gesellschaft ein ewiges Problem und das lautet einmal mehr eindeutig: "Männer misshandeln Frauen".

19.04.2020 08:40

Mehr Scheidungen als Babys?

Erste Wetten werden angenommen: Wird Corona mehr Scheidungen hervorgebracht haben als Babys?

Paare, die unter "Normalumständen" noch funktionieren, geraten in einer "anhaltenden Krise" schnell an ihre Grenzen. Zu den bekannten oder neuen beziehungsinternen Spannungsfeldern kommen noch externe Brandbeschleuniger dazu.

Beziehungsinterne Spannungfelder:

  • Freiraum
  • Rollenverteilung
  • Kinderbetreuung

Externe Brandbeschleuniger auf Grund von Corona:

  • Home-Office
  • Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit
  • Sorgen um die weitere Entwicklung

Corona wird - mit immensem Aufwand - als schwere Grippewelle in Griff zu bekommen sein, die Begleitschäden sind jedoch genau so immens. Für gescheiterte Beziehungen kann Corona jedoch wenig. Diese Krise bringt lediglich an die Oberfläche, dass die Schwerpunkte in Beziehungen viel zu wenig auf die "Verständigung" gelegt werden.

Reinhorchen in sich selbst und dem Partner/der Partnerin zuhören:

  • Wer bin ich und was ist mir wichtig?
  • Wer bist Du und was brauchst Du?
  • Wer sind wir als Paar, was macht uns aus?

Florian Schultheiss

15.04.2020 07:33

Coronakrise: Misshandlungen werden nicht so leicht sichtbar

Corona wird uns noch länger begleiten, damit auch Folgeerscheinungen der strengen Quarantäne-Maßnahmen.

  • Aggression und in der Folge häusliche Gewalt

Aggressives Verhalten geht in der Mehrzahl von Männern aus und trifft meistens Frauen und Kinder. Eine kleine - noch wenig evaluierte - Gruppe an Opfern stellen Männer dar, die von Frauen geschlagen werden. Ich möchte diese erwähnen, weil ich von mehreren PsychotherapeutInnen weiß, dass misshandelte Männer zu ihnen kommen.

Die soziale Kontrolle fällt weg, in der Enge der vier Wände ist Hilfe suchen schwer.

  • Kinder: Misshandlungen fallen derzeit oft nicht auf, die soziale Kontrolle (Schule, Kindergärten) ist derzeit nicht da. Heute misshandelte Kinder, in einigen Jahren KlientInnen in den Praxen von PsychotherapeutInnen und PsychologInnen.
  • Frauen: Auf Grund der häuslichen Enge und Anwesenheit des Misshandlers ist telefonische Kontaktaufnahme mit Hotlines oft keine Option. Sind Frauen bereits in stabilen Zeiten regelmäßig Opfer von Gewalt so kann es in den aktuell stressbelasteten Zeiten lebensbedrohend werden. Die Suizidrate wird steigen, der Alkohol- und Medikamentenmissbrauch ebenfalls.

Nach Pandemiephase 1, die recht erfolgreich gemeistert wurde ist es in Phase 2 dringend notwendig, die psychische Belastung vieler Menschen wahrzunehmen und dringend in den Strategieentwicklungen zu berücksichtigen. Zeitgleich sollte das Angebot an Hotlines und begleitenden Einrichtungen rasch ausgeweitet werden.

So wie die Wirtschaft Hilfspakete benötigt und bekommt, benötigt die belastete Psyche vieler Menschen dringen unterstützende Hilfspakete.

Florian Schultheiss

 

14.04.2020 09:13

Aktuelle Traumatisierung vieler Kinder - die KlientInnen von morgen?

Betrachten wir einzelne Zielgruppen, die derzeit im Covid-19-Modus Schaden erleiden etwas genauer, aktuell: Kinder unter 12 Jahren.

Die Berichte über körperliche oder sexuelle Gewalt an Kindern nehmen zu und auch die UNICEF findet diese Entwicklungen zunehmend besorgniserregend.

Wie schaut die Situation in Österreich aus?

  • Haben Kinder einen vermeidbaren schweren eventuell anhaltenden gesundheitlichen Schaden erlitten, weil sich unser Gesundheitssystem im COVID-19 Modus befindet?
  • Wie viele der unter 12-Jährigen, das sind eine Million Kinder, sind aktuell körperlichem und sexuellem Missbrauch ausgesetzt?
  • Wie viele werden gerade schwer traumatisiert, haben Albträume, haben wieder begonnen zu bettnässen, Angststörungen entwickelt,
  • Wie viele leiden unter Einsamkeit, oder werden aus irgendeinem anderen Grund zu zukünftigen KlientInnen der Kinder- und Jugendpsychiatrie?

Diese Fragestellungen stammen aus einem Interview mit dem Public Health-Experten Martin Sprenger, siehe www.addendum.org/coronavirus/wie-weiter-sprenger/ .

Florian Schultheiss

12.04.2020 10:32

Die gesundheitlichen, psychischen, sozialen Langzeitfolgen des Shutdowns

Martin Sprenger ist leider nicht mehr Teil des ExpertInnenteams des Gesundheitsministeriums. Damit fehlt eine wichtige Stimme, die in der Abwägung der Maßnahmen die Relationen bewahren möchte.

In einem aktuellen Interview sagt er: "Das alles rechtfertigt aber nicht, dass wir uns derzeit so wenig um die Versorgungsqualität in der Regelversorgung kümmern und nicht einen offeneren Diskurs über die gesundheitlichen, psychischen, sozialen und ökonomischen Langzeitfolgen des Shutdowns führen."

Ich kenne Martin Sprenger von einem gemeinsamen Engagement vor 18 Jahren, als ich noch in der Sozialarbeit tätig war. Er hat die - leider viel zu seltene - Fähigkeit, Situationen ganzheitlich zu betrachten, er sieht das "big picture".

Die "drei Stränge des Wollknäuels", die er erkennt:

  • Die mögliche Überlastung der Krankenversorgung und intensivmedizinische Versorgung durch Hochbetagter und chronisch Kranker.
  • Was passiert in einem Gesundheitssystem im COVID-Modus mit Menschen, die akut krank werden oder chronisch krank sind?
  • Der dritte Strang beleuchtet die Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Arbeitslosigkeit, Stress, Zukunftsängste beeinflussen die Gesundheit und bewirken eine Zunahme der sozialen und gesundheitlichen Ungleichheit. 

Die ärmeren Menschen und Familien in unserer Gesellschaft trifft diese Pandemie am stärksten. Psychisch labile Menschen werden zu psychisch erkrankten Menschen. Aggressive Menschen werden zu gewalttätigen Menschen.

"... Wir müssen aufpassen, dass der Verlust an gesunden Lebensjahren aufgrund einer mangelhaften Versorgung anderer akuter und chronischer Erkrankungen nicht höher ist als der durch COVID-19 verursachte Verlust an gesunden Lebensjahren..."

Das gesamte, sehr spannende Interview auf addendum.org lesen Sie hier.

Florian Schultheiss

07.04.2020 17:49

TeilnehmerInnen für Corona-Studie gesucht

Ein Forschungsteam an der Universität Wien, geleitet von Professorin Barbara Prainsack, hat eine Studie zur Corona-Krise entwickelt und sucht hierfür TeilnehmerInnen. 

Um Online-Umfragen zum Leben in der Corona-Krise zu ergänzen haben wir - WissenschafterInnen in Wien, Nijmegen, Oxford, London, Leuven, und München - eine Studie konzipiert, die tiefere und längere Gespräche und Auseinandersetzungen darüber ermöglichen soll, was sich für die betroffenen Menschen während der Krise verändert hat. 

SolPan.study@gmail.com
Mobil
: 0043-677-63467829

Interviews werden telefonisch oder über eine Video-Plattform durchgeführt und dauern 30 bis 45 Minuten.

Mehr Infos: https://politikwissenschaft.univie.ac.at/forschung/forschungsschwerpunkte/cescos-zeitgenoessische-solidaritaetsstudien/studie-covid-19-wie-wirkt-es-sich-auf-sie-aus/

Florian Schultheiss

07.04.2020 07:56

"Corona" und transgeneratives Trauma

Wer hat es aktuell leichter, wer ist ungebremst in die Krise gerutscht? Resilienz in Zeiten von "Corona"

Gedanken eines erfahrenen Sozialarbeiters, ich freue mich über Rückmeldungen.

 

  • 50plus: Viele, die derzeit im Alter von 50plus sind, kommen mit der aktuellen Situation recht gut zurecht.
  • Jugendliche: Ich habe von einem Arzt, der in der Notaufnahme eines Wiener Spitals arbeitet erfahren, dass seit "Corona" vermehrt Jugendliche mit Panikattacken in die Aufnahme kommen.

50plus: Die traumatischen Erlebnisse der Elterngeneration führten oftmals zu einem emotionalen Schweigen. Die Auswirkungen auf die nächste Generation:  Schweigen transportiert Botschaften. Für die nächste Generation ist es wichtig, dieses emotionale Schweigen zu verstehen.

Ohne Konfrontation mit diesem Schweigen der vorigen Generationen kann das eigene Handeln weniger gut verstanden werden, weil das Leiden unbewusst fortgesetzt wird.

Kann Resilienz in Zeiten von Corona auch die Wurzeln darin haben, dass das transgenerative Trauma sich "auf die nächste Katastrophe" vorbereitet hat? Gibt es möglicherweise einen Anteil, der wegen dieses Traumas nun zu einer höheren Resilienz führt?

Jugendliche: Diese Generation hat viel weniger direkten Bezug zu der Generation, die noch Krieg und Krisen erlebt hat und erlebt die aktuelle Krise als völlig unbekannte Bedrohung. Reagiert somit stärker mit Depression, Aggression, Angst und Panik.

Eine andere Situation erleben die Kinder der kriegs-und fluchterfahrenen Menschen der zwei Jugoslawienkriege 1991 bis 1999. Sie sind die "erste" Generation. Sind also viel näher an den traumatisierten Eltern, leben möglicherweise im selben Haushalt.

Wer kann mir dazu fachlich fundiert Rückmeldung geben?
Florian Schultheiss

 

29.03.2020 17:59

Studie "Was macht Corona mit der Psyche?"

ForscherInnen der Universität Graz rufen zur Teilnahme an einer Online-Erhebung auf.

Pressetext:
".... Welche psychischen Auswirkungen hat die Corona-Krise und welche Bedürfnisse entstehen daraus? ForscherInnen der Universität Graz aus dem Arbeitsbereich Gesundheitspsychologie unter der Leitung von Andreas Schwerdtfeger wollen Antworten auf diese Fragen finden. Ziel ist, die notwendigen Maßnahmen zur Betreuung und Behandlung Betroffener entwickeln zu können. Im Rahmen ihrer Studie richten sich die PsychologInnen an alle Menschen in Österreich mit der Bitte um Teilnahme an der Erhebung. Der Fragebogen kann online unter https://survey2.edu.uni-graz.at/624923/lang-de beantwortet werden.

„Die Teilnahme an unserer Studie bedeutet einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Identifizierung psychischer Ressourcen und Entwicklung von Betreuungs- und Behandlungsmaßnahmen bei psychischen Belastungen, die durch diese Krise entstehen bzw. entstanden sind“, unterstreicht Claudia Traunmüller, Leiterin der Untersuchung.
Die ForscherInnen hoffen, einen möglichst großen Ein- und Überblick über die Gesamtbevölkerung zu erhalten und bitten daher, den Link auch möglichst vielen Verwandten, FreundInnen und Bekannten weiterzuleiten.

…"

Link zum Fragebogen
https://survey2.edu.uni-graz.at/624923/lang-de

Florian Schultheiss

28.03.2020 08:19

Soul-Support.at - Ziel erreicht: Angebot erreicht Zielgruppe

Genau vor einer Woche fiel die Entscheidung, eine Plattform zu gründen, um Menschen in der "Corona-Krise" zu unterstützen. Wohin die Plattform-Reise gehen sollte, war uns vieren, Sanela, Johann, Belinda und mir nicht genau klar.

Klar war jedoch, die aktuelle Situation generiert seelisches Leid, Traumatisierung, Retraumatisierung, Ängste und Überforderung. Überforderung wiederum ist der Nährboden für Gewalt, Sucht, Depression und Burnout.

Klar war uns allen auch, es gibt "Arbeit". Wir möchten uns mit unseren Kompetenzen, Erfahrungen und Bedürfnissen einbringen und bündeln.

Heute, Samstag, eine Woche später ist der erste Entwicklungsschritt geschafft, 12 PsychotherapeutInnen und PsychologInnen sowie ich als Berater sind präsent.

Die Plattform arbeitet bereits seit einer Woche.

  • Mit Sanela stehe ich in intensivem Austausch, "ihre" Community, ex-jugoslawische kriegs- und fluchterfahrene Menschen, sind aktuell mit besonders vielen Problemen konfrontiert: Retraumatisierung, Arbeitslosigkeit, Gewalt, Alkohol.
  • Ich selbst habe bereits die ersten Beratungen absolviert. Gerade die jungen PsychotherapeutInnen im Praxisaufbau sind irritiert, wie sie in dieser Situation agieren sollen.
  • Ein Kontakt ins Weinviertel wiederum brachte die Verbindung zu einer Praxis für Allgemeinmedizin, wo seit gestern die Mundmaskenschnittpläne in deutsch, türkisch und bos/cro/ser aufliegen und dankbar angenommen werden.

Wie geht die Plattform-Reise weiter? 

  • Das Angebot der PsychotherapeutInnen und PsychologInnen, mit einem Sozialtarif Menschen zu unterstützen, die sonst keinen Zugang zur therapeutischen Leistung hätten, wird sukzessive die "richtigen" KlientInnen erreichen.
  • Ich mit meinem Angebot der "Beratung" und "Plattformkoordination" bin schon weitgehend ausgelastet.
  • Der Marktplatz bleibt Platz für kreative Ideen. Der Erfolg mit den Mundschutzmasken-Schnittplänen in 5 Sprachen zeigt, dass es abseits vom therapeutischem Angebot jede Menge an Möglichkeiten gibt, die Psyche zu schützen und beruhigen.

Florian Schultheiss

26.03.2020 13:33

Überforderung, Burnout, Retraumatisierung, Ängste, Gewalt

Das Leben mit Corona und den daraus resultierenden Einschränkungen und Belastungen zeigt bereits, wer aktuell verstärkt Unterstützung benötigt:

  • MitarbeiterInnen in derzeit völlig überforderten Gesundheitsprofessionen
    (Spitäler, Altersheime, Pflegedienste, Apotheken)
  • Menschen mit Ängsten und Retraumatisierung
  • Menschen mit (Vor-) erkrankungen
  • Frauen als Opfer von Gewalt
  • SchwarzarbeiterInnen

In ländlichen Regionen übernehmen derzeit viele allgemeinmedizinische Praxen die Versorgung der Menschen weit über das vorgesehene Maß hinaus. Psychische Probleme, Ängste und das Bedürfnis einsamer Menschen nach Kontakt hat mancher Orts überfüllte ÄrztInnenpraxen zur Folge. Gewalt gegen Frauen wiederum ist in Zeiten von Unsicherheit, Arbeitslosigkeit und Überforderung massiv im steigen.

Mit Soul-Support möchten wir verstärkt diese MultiplikatorInnen erreichen, um deren Kraft bei ihrer Kernkompetenz zu lassen.

Ich vermute, völlig übersehen werden derzeit die in Österreich gestrandeten SchwarzarbeiterInnen. Am Bau wird ja teilweise weitergearbeitet, wer jedoch in einem Bereich mit persönlichem Kontakt (Reinigung, Massage, Pflege) arbeitet, hat derzeit praktisch kein Einkommen. Bei dieser Personengruppe geht es um die Grundversorgung mit Nahrungsmittel und Geld und.

Von der öffentlichen Hand kann diese Personengruppe schwer erreicht werden. Wir möchten mit Soul-Support nicht alle Bedürfnisse abdecken, wer jedoch diese Zeilen liest und Ideen hat oder Patenschaften initiieren will, den- oder diejenige unterstütze ich gerne mit meinem Know-How in der Start-up-Phase.

Florian Schultheiss

25.03.2020 13:20

Die Plattform "soul-support.at" ist seit einer Stunde online!

Ich freue mich sehr, www.soul-support.at ist eben online gegangen.

 

Die Idee dazu wuchs letzten Freitag aus dem Bedürfnis von

  • Sanela Krivic
  • Johann Steinberger
  • Belinda Schittengruber und
  • mir.

 

Es geht uns darum, Menschen zu unterstützen, die derzeit schwere Zeiten durchmachen und/oder in die Krise gleiten:

  • Überarbeitetes und überfordertes Gesundheitspersonal,
  • Pflegepersonal, welches von der Familie getrennt ist,
  • verunsicherte KlientInnen,
  • Opfer häuslicher Gewalt,
  • plötzlich arbeitslos gewordene Angestellte und
  • EPUs ohne Aufträge,

um nur einige der Angesprochenen zu nennen. Alle diese Menschen brauchen unsere Unterstützung, und viele davon können aktuell Euro 80,- oder 100,- nicht zahlen.

Alle PsychotherapeutInnen, PsychologInnen und BeraterInnen, die auf der Plattform "Soul Support" gelistet sind, möchten ihren Beitrag zur seelischen Gesundung aktuell belasteter Menschen leisten. Und damit einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft leisten, die derzeit unter Verunsicherung, Belastung und Erkrankung leidet.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die in dieser Start-up-Phase mit Arbeitsstunden, Kreativität oder auch nur mit guten Wünschen dabei waren,

Florian Schultheiss

25.03.2020 09:41

"Soul-Support" ist eine soziale Initiative, keine Werbeplattform!

Soul-Support ist eine soziale Initiative, die freie Plätze für Menschen anbietet, die in der Corona-Krise dringend Unterstützung benötigen.

Soul-Support ist keine herkömmliche Werbeplattform. Alle, die mitmachen möchten ersuche ich, einen Sozialtarif anzugeben und die Anzahl der freien Plätze. Für alle, die zum Tarif plus/minus Euro 90,- KlientInnen suchen sind andere Präsentations- und Werbeformen geeigneter.

Meine Empfehlung ist eine Tarifspanne zwischen Euro 0,- und maximal Euro 30,- (bei Krankenkassenrefundierung also Euro 60,-) und Euro 30,- für PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision.

Warum diese Tarifempfehlung? Euro 30,- sind in etwa der "Deckungsbeitrag", damit die Fixkosten für Ihre Praxis abgedeckt sind.

Und: Alle Plätze, die Sie über diese Plattform belegen können habe ich mit meiner ehrenamtlichen Arbeit vermittelt. Also haben Sie in im Stundentarif Euro 0,- für die Akquisearbeit einzurechnen.

Ich selbst mache meine Beratertätigkeit für in Schwierigkeiten geratene Psych-Praxen zum Stundentarif von Euro 0,-.

Florian Schultheiss

20.03.2020 09:51

Plattform in Gründung "Jetzt die Seele stärken" (Arbeitstitel)

News: Bereits dabei: Belinda Schittengruber, Sanela Krivic, Johann Steinberger!

Liebe PsychotherapeutInnen und PsychologInnen,
ich stehe aktuell mit vielen von Euch in intensivem Austausch. Die häufigsten zwei Fragen sind:

  • Wie geht es mit meiner Praxis weiter?
  • Wie kann ich KlientInnen unterstützen?

Das sind auch meine Fragen: Wie geht es mit meiner Firma weiter, wie kann ich meine KundInnen unterstützen?

Meine Firma: Mir geht es gut, ich habe starke Jahre und einen noch stärkeren Winter hinter mir und freute mich eigentlich auf ruhigere Zeiten und einen Frühling in den Bergen.
Ok, seit ein paar Wochen ist alles anders, ich kann mich darauf einstellen. Ich bin stark und ich kann geben.

Initiative in Gründung: Ich bündle ab sofort meine zwei Kompetenzen "PR-Berater" und "Sozialarbeiter". Ich war bis vor 15 Jahren - in meinem "ersten" Berufsleben - in NGOs in der Einzelberatung sowie am Schluss in der Projektplanung und -aufbau tätig. Alle, die nun mithelfen möchten, Menschen zu begleiten, die in der aktuellen Situation in seelische Not geraten und Unterstützung benötigen, können sich an mich wenden, ich werde dieses Wochenende eine Website ins Netz stellen und die PsychotherapeutInnen und PsychologInnen vorstellen, die zu bestimmten Themen Unterstützung bieten.

Folgende Schwerpunkte sind bereits an mich herangetragen worden:

Zielgruppen

  • Personal im Gesundheitswesen (Klinik, Apotheke ….). Der Spezialist für dieses Thema: Johann Steinberger, www.psychotherapeut-1010.at 
  • Personal im Handel (Supermarkt …)

Ich starte diese Initiative mit zwei PsychotherapeutInnen und langjährigen KundInnen: Belinda Schittengruber, Sanela Krivic und Johann Steinberger.

Das bedeutet für Sie als KundIn oder interessierte PsychotherapeutIn/PsychologIn: Meine Leistungen sind nach wie vor zu den bekannten Konditionen buchbar, allerdings eingeschränkt. Bitte eine Vorlaufzeit einplanen und rechtzeitig melden.
Das bedeutet für Sie als engagierte TherapeutIn/PsychologIn: Meine persönlichen Leistungen (Beratung, Betreuung Ihres Eintrags auf der Plattform, Networking) im Rahmen dieser Initiative sind für Sie ohne Kosten.

Spenden: Wer geben kann, möge bitte geben. Damit

  • TherapeutInnen, die derzeit keine KlientInnen haben, einen überschaubaren Zuschuss bekommen. Zum Beispiel, wenn diese KlientInnen begleiten, die ebenfalls in wirtschaftlicher Not sind.
  • Externe Kosten für diese Plattform, sollten welche anfallen, abgedeckt sind.

Ich freue mich über unser aller Engagement,
Florian Schultheiss

 

19.03.2020 10:22

Retraumatisierung von dem Menschen mit Fluchttraumatisierung

Psychotherapeutische Unterstützung ist gerade in diese Zeit für alle notwendig.

Retraumatisierung von Menschen durch die Maßnahmen gegen Coronavirus aus ehemaligem Jugoslawien mit Krieg und Fluchterfahrungen

Was erleben kriegstraumatisierte Menschen derzeit (wieder)?

 

  • Verkehrsbeschränkung, Ausgangsbeschränkung

  • Quarantänemaßnahmen in bestimmten Gebieten

  • Alle Veranstaltungen untersagt

  • Schließung von Restaurants, Cafés, Kinos, Museen, Theater…

  • Einschränkung im Krankenhaus, Besucher, Notfall

  • Universitäten geschlossen

  • Schließung von Schulen und Kindergärten

  • Geschlossenen Grenzen oder starke Grenzkontrolle

  • Leere Regale in den Supermarkt

  • Verstärkte Polizeikontrolle

  • Verstärkte verkehr von Ärztliche Notdienste und Rettungsdienste

 

Dies alles bringt zu verstärktem Trigger bei dem Meschen mit Kriegs und Fluchterfahrungen.

Ich kann beobachten, dass die KlientInnen erzählen 1992 wieder zu erleben. „Es ist wie damals“ Sie erleben Träume durch Corona Thematik. Sie erleben Todes- und Existenzängste , machen sich sorgen um die Familie in Heimatsland und Trennung von der Familie scheint noch grösser durch geschlossenen Grenzen. Angst, Unsicherheit, Hilfslosigkeit sind die Hauptemotionen, die sie jetzt begleiten. Die Situation ist eine weitere starke Auslöser nach der Flüchtlingskrise 2015 für die Retraumatisierung von dem Menschen aus Ehemalige Jugoslawien mit Flucht und Kriegserfahrungen. Gleichzeitig auch ein starker Auslöser für alle Menschen mit flucht und Kriegserfahrungen.

KlientInnen reden über wiederkehrte Panikattaken, Depressive Stimmungen, Körperliche Symptomatik, Unruhe und Schlafstörungen.

Stabilisierung wird notwendig um im „Hier und Jetzt“ zu bleiben. Es ist sehr wichtig lernen Unterschied zu erkennen, dass obwohl es eine ganz andere Situation ist, jetzt anders ist.

Psychotherapeutische Unterstützung gerade in diese Zeit ist für alle notwendig.

 

Anm.: Dieser Text stammt von einer von mir sehr geschätzten Kundin. Sie hat selbst Fluchterfahrung und unterstützt in dieser schwierigen Zeit verstärkt ihre KlientInnen. Die allermeisten davon sind ex-Jugoslawische Kriegs- und Fluchttraumatisierte.

Florian Schultheiss

18.03.2020 08:37

Video-Chat-Tool therapsy.at - für KlientInnen ohne Installation!

Liebe KundInnen,

"TheraPsy" ist ein Tool, welches von KlientInnen, mit denen Sie kommunizieren möchten, nicht installiert werden muss (im Gegensatz zu Skype und Co).

Aktuell ist - aufgrund des Coronaviruses - die Registrierung kostenfrei. Ich werde dieses Tool ab jetzt zur Kommunikation mit meinen KundInnen nützen.

Sie benötigen Unterstützung bei der Registrierung, Installation und Handhabung? Belinda Schittengruber, schittengruber@praxisbegleitung.at ist in dieses Tool eingearbeitet und kann Sie bei allen Schritten unterstützen.

Florian Schultheiss